Die Kreisstadt Dietzenbach ist inzwischen über 800 Jahre alt. Sie hat eine stolze Geschichte, die ohne den Mut zur Veränderung und das Engagement vieler Bürger:innen für ihre Stadt nicht möglich gewesen wäre. Die damalige kleine Siedlung in der Nähe des Klosters Patershausen zählt inzwischen mehr als 36.800 Einwohner. Immer wieder hat sich die Stadtgemeinschaft der Zukunft gestellt und modernisiert. Dazu gehörte auch, sich an die jeweils neue Zeit anzupassen und Fehlentwicklungen zu korrigieren. Die in den 1970iger Jahren geplante Entwicklung zur Stadt mit 70.000 Einwohnern hätte ohne den Protest der Stadtgemeinschaft zum Abriss unserer Altstadt geführt. In den 1960ern war Mobilität ohne Auto nicht vorstellbar. Heute sehen wir die Folgen: Zu große Straßen und zu viel Autoverkehr, insbesondere in der Altstadt. Heute können und müssen wir vieles besser machen. Drei S-Bahn-Stationen sind zu Fuß erreichbar und verbinden uns mit der Region. Das Fahrrad gewinnt auch in Dietzenbach an Bedeutung. Diese Entwicklung wollen wir weiter vorantreiben.
Heute ist Dietzenbach nicht mehr die Schlafstadt für die Frankfurter Arbeitsplätze, sondern eine lebendige und zukunftsorientierte Gemeinschaft. Viele Bürger:innen und Unternehmen engagieren sich für das Zusammenleben in Sport- und Kulturvereinen, für die Geschäfte und Unternehmen in der Stadt, für Kunst, Umwelt und die Stadtgestaltung. Was wäre unsere Stadt ohne dieses Engagement?
Vieles ist gut, aber vieles kann noch besser werden: Nur mit einem insgesamt attraktiven Angebot schaffen wir es, auch in Zukunft Familien, Unternehmen und Kreative für unsere Stadt zu begeistern. Ohne die finanzielle Unterstützung aus dem städtischen Haushalt ist das oft nicht möglich. Dafür wollen wir kämpfen: Unsere Vereine brauchen die finanzielle Unterstützung, damit sie ein Angebot für alle Dietzen-bacher:innen bieten können. Bessere Wege für Fahrradfahrer:innen und Fußgänger:innen führen zu weniger Verkehrslärm und mehr Raum für Cafés und spontane Begegnungen. Wir alle fühlen uns sehr viel besser, wenn weniger Müll auf Spielplätzen und im Stadtbild achtlos in der Gegend liegt und wir ein gutes Angebot für Jugendliche, Familien und Senioren haben.
Wir brauchen einen ökologischen Landbau, der die Landwirtschaft und Tiere leben lässt, einen gut ausgebauten, funktionierenden Nahverkehr mit einem kostengünstigen Nahverkehrsticket für alle Generationen, ein gut ausgebautes und weit verzweigtes, modernes Fahrradwegenetz; Energie, die von begrünten Dächern kommt; mehr und größere zusammenhängende Biotope, renaturierte Bäche; weniger Plastik, weniger Müll; mehr sozialen Zusammenhalt und mehr Respekt den Menschen und unseren Ressourcen gegenüber. Natur-, Tier- und Umweltschutz ist Menschenschutz. Mit uns gibt es langfristig mehr Bäume und Pflanzen und damit bessere Luft und ein besseres Klima in der Stadt. Mit uns gibt es ein Miteinander aller Dietzen-bacher:innen. Rassismus, Hetze, Hass und Ausgrenzung haben in der Kreisstadt Dietzenbach keinen Platz.
Miteinander heißt für uns auch mit den Vereinen, in der Kultur, der Wirtschaft im Großen und Kleinen und in der Stadtpolitik. So wird unsere Stadt noch bunter. Dietzenbach ist die Heimat für alle Menschen, die hier leben und in Zukunft hier leben wollen. Das ist nicht selbstverständlich, sondern unser Ansporn.
Wir, Die GRÜNEN Dietzenbach, kämpfen für eine nachhaltige und ökologische Wirtschaft; für eine Energie , Agrar- und Verkehrs-wende; für eine lebenswerte Umwelt und lebendige Natur. Für ein respekt-volles, gerechtes und soziales Miteinander.
Wollen wir die Zukunft gestalten – oder wollen wir riskieren, abgehängt zu werden? Über nichts anderes wird bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 entschieden.
Herzlichst und mit besten Grüßen
Ihre Grünen in Dietzenbach
Klima-, Natur-, Umwelt- und Tierschutz tragen zu einem lebenswerten Dietzenbach bei. Gesunde Bäume, intakte Gewässer und Wiesen sind nicht nur schön anzusehen, sondern sind Lebens- und Rückzugsraum für Insekten und Tiere, stärken die Böden und den Grundwasserspiegel und bewahren uns vor großen und teuren Eingriffen in unsere Umwelt. In Zeiten des Klimawandels müssen wir das gesamte Ökosystem stärken und widerstandsfähig halten. Das Klimaziel der aktuellen deutschen Bundesregierung ist die Treibhausgas-Neutralität bis 2045 und die Reduzierung der Treibhausgase um 65 Prozent bis 2030 und um 88 Prozent bis 2040 (jeweils gegenüber 1990).
Wir Grüne wollen das lokal unterstützen und mit Dietzenbach eine Vorreiterrolle einnehmen. Unsere Stadt verfügt inzwischen über ein integriertes Klimaschutz‑ und Klimaanpassungskonzept, das auch wir Grüne mit vorangetrieben haben.
Ein wichtiges Ziel ist die Erhaltung unserer Wälder, denn Wälder säubern die Luft, binden Kohlenstoff und stabilisieren das Klima. Wälder sind Lebensraum für 80% der an Land lebenden Artenvielfalt. Gerade in der Zeit der Pandemie hat es sich gezeigt, wie wichtig der Erhalt unserer Wälder ist, weil er Schutz- und Erholungsgebiet für sehr viele Menschen war und ist. Für Dietzenbach heißt das, dass unser Wald um jeden Preis erhalten und geschützt werden muss und auf keinen Fall ökonomischen Interessen – wie einem möglichen Sandabbau – geopfert werden darf. Zudem kämpfen wir weiterhin für die Errichtung von sogenannten Tiny Forests – nach dem Vorbild der Städte Frankfurt, Kassel und Darmstadt – oder Gehölzinseln in Dietzenbach.
Dietzenbach hat ein gravierendes Müllproblem, immer wieder zu sehen auf Waldspazierwegen, auf Spielplätzen und Grünflächen. Die Bemühungen der Grundschulen zur Müllerziehung und die regelmäßigen Aktionen der Stadtwerke, mit Müllsammel-Aktionen auf das Problem hinzuweisen, sind wichtige Schritte, aber sie reichen nicht aus. Wir wollen von den Erfahrungen anderer Städte lernen. Eine Vielzahl von Maßnahmen kann dazu beitragen. Die Erfahrung anderer Städte zeigt: Je mehr verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden, desto besser die Wirkung.
Die Lichtverschmutzung, auch Lichtsmog genannt, ist ein Problem hier vor Ort. Wie der Mensch leiden auch andere tagaktive Organismen unter den zu hellen Nächten, weil sie sich nicht mehr richtig regenerieren können. Wir wollen das ändern.
Allein werden wir das nicht schaffen, deshalb wollen wir Sie einladen mitzumachen. Auch wollen wir die Naturschutzorganisationen vor Ort mehr mit einbinden und gemeinsam mit ihnen Dietzenbach ökologisch gestalten.
Der ökologische Wandel geht nur mit uns – alle anderen hatten genug Zeit.
- …, dass alles Handeln der öffentlichen Hand unter „Klimavorbehalt“ zu stellen ist.
- … eine konsequente Umsetzung der Klimakommune in Dietzenbach und nicht nur auf dem Papier Klimakommune sein.
- … zukünftig alle öffentlichen Einrichtungen klimaverträglich bauen und bestehende umrüsten.
- … die Infrastruktur so gestalten, dass klimafreundliche Mobilität ermöglicht wird.
- …, dass bei Finanzanlagen auf Finanzprodukte geachtet wird, die nachhaltig und umweltfreundlich (z. B. Grüne Wertpapiere) sind.
- … unsere Stromabhängigkeit vermindern, indem wir selbst klimafreundlich erzeugten Strom herstellen und für unsere Gebäude und Infrastruktur nutzen.
- … zum Schutz des Klimas und der natürlichen Lebensgrundlagen, dass der Energieverbrauch durch Energieeinsparung und Energieeffizienz bei städtischen und privaten Liegenschaften (letzteres zum Beispiel durch Unterstützungsprogramme) deutlich reduziert wird. Dafür ist es erforderlich, die Energieerzeugung schrittweise zu 100% auf erneuerbare Quellen umzustellen.
- …, dass alle städtischen Liegenschaften Ökostrom beziehen.
- … die Einführung einer verbindlichen Grünschutzsatzung, um unseren Grünbestand zu schützen und aktiv weiter gegen den Klimawandel zu arbeiten.
- … den Schutz und Erhalt des Baumbestandes sowie von insektenfreundlichen Hecken in Wäldern, an Straßen und Plätzen und auf privatem Grund. Hierzu sollen auch ehrenamtliche Baumschutzbeauftragte eingesetzt werden.
- … den Schutz und die Erhaltung von Wiesen als Lebensraum für die Artenvielfalt.
- … den Erhalt der Vogelhecke und anderer Hecken.
- … die Aufenthaltsqualität und den Naturbezug in den Wäldern und Feldern um Dietzenbach herum steigern – durch saubere Wege, Mülleimer, Infotafeln, Sitzmöglichkeiten und Interaktionsmöglichkeiten.
- … weiterhin Schädlinge, z. B. den Eichenprozessionsspinner, eindämmen und die Bevölkerung auf unseren Wegen vor der Vermehrung schützen.
- … die Einführung eines öffentlichen Baum- und Heckenkatasters für das Stadtgebiet mit Ausnahme der Wälder.
- … eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem Forstamt, um einen möglichst schonenden Umgang mit Waldpflanzen und Waldböden bei pflegerischen und forstwirtschaftlichen Maßnahmen zu erreichen und zu gewährleisten.
- … Tiny Forests und Gehölz-Inseln in Dietzenbach errichten.
- … Grün-Patenschaften für kleine öffentliche Flächen, wie z.B. Baumscheiben.
- … die Reduzierung der Lichtverschmutzung, verursacht durch Leuchtreklamen, Straßenlaternen und andere öffentliche Lichter.
- … die Umrüstung der öffentlichen Beleuchtungsanlagen auf umweltfreundliche LED-Lichttechnik vorantreiben.
- … Steuerung der Straßenbeleuchtung mit Hilfe von Bewegungsmeldern auf wenig frequentierten Straßen und Wegen, auf 50% der Lichtstärke, jeweils an die Jahreszeiten angepasst.
- … smarte Laternen in allen Straßen, die das Dimmen um einen erheblichen Prozentsatz, dem Bedarf angepasst, selbst vornehmen.
- … auch in Zukunft keinen Sandabbau im Dietzenbacher Wald.
- … den Dietzenbacher Wald in seiner Hauptfunktion als Erholungswald erhalten.
- … das Grundwasser schützen.
- …, dass Böden, Flora und Fauna nachhaltig geschützt werden.
- … den Erhalt und die Ausweitung der Biotope in den Außen- und Innenbereichen als notwendige Schutz- und Brutgebiete.
- … die Renaturierung des Bieberbachs und ein Konzept zur Verbesserung seines ökologisch schlechten Zustands sowie die Renaturierung des Kaupenwiesengrabens und des Gehrengrabens so weit wie möglich vorantreiben.
- … die Erfassung von Brach- & Freiflächen für Ausgleichsflächen und zur Entsiegelung.
- … durch die Stadt geförderte vielfältige und naturbelassene Blumenwiesen.
- … unsere Teiche in der Gemarkungsgrenze aufwerten.
- … Abwasserreinigung durch optimierte Kläranlagentechnik fördern und mit einer vierten Klärstufe (Reinigungsstufe für Spurenstoffe wie Pharmazeutika) für unsere Kläranlage Dietzenbach für noch mehr Sauberkeit sorgen (Arzneimittel sollen grundsätzlich aus dem Wasser gefiltert werden).
- …, dass illegale Bauten auf Wiesen oder Gartengrundstücken im Außenbereich konsequent verfolgt werden.
- … naturschutzpädagogische Arbeit besonders mit Kindern & Jugendlichen fördern.
- … aktiv mit den lokalen Umweltgruppen, Vereinen und Naturschutzorganisationen zusammenarbeiten und sie in die städtischen Prozesse einbinden – damit mehr lokale Expert:innen wichtige Aspekte in die zukünftigen Planungen mit einbringen können.
- … mit Bürgerinitiativen gemeinsam Lösungen für zukünftige Herausforderungen erarbeiten.
- … den Bürgerdialog verbessern und das bestehende Meldesystem für wilden Müll weiterentwickeln und optimieren
- … die Drahtmülleimer ersetzen.
- … mehr städtische Mülleimer und eine sinnvolle Aufstellung im Stadtgebiet, zudem bunt bemalte, ansprechende, auch für Kinder sichtbare Mülleimer.
- … häufigere Kontrolle und Reinigung aller öffentlichen Plätze, auch im Außenbereich.
- … laute und tierschädliche Laubbläser abschaffen.
- … Nachbesserung und Durchsetzung des aktuellen Bußgeldkatalogs.
- … Baustellenunrat durch Maßgaben und Kontrollen unterbinden.
- … das Abfallwirtschaftssystem intelligenter, effektiver und nachhaltiger gestalten, um so die Kreislaufwirtschaft auch auf kommunaler Ebene zu etablieren.
- … die Entsorgung von Windelmüll, z. B. in Form von Windelsäcken oder einem Windelcontainer im städtischen Bauhof.
- … Aktionen wie „Sauberhaftes Dietzenbach“ aktiv unterstützen und öfter durchführen.
- … freiwillige Müllsammler, die uns helfen, die Stadt sauber zu halten, unterstützen.
- … die Reduzierung von Plastik in allen städtischen Einrichtungen, etwa in der Verwaltung.
- … kein Einweggeschirr, -besteck oder andere Ausstattungsutensilien aus Plastik oder Verbundmaterialien bei öffentlichen Festen oder meldepflichtigen Veranstaltungen und in städtischen Einrichtungen.
- … Projekte zum Foodsharing gegen Lebensmittelmüll einführen und mit FAIRteilern ermöglichen.
- … gemeinsam mit den Gastronom:innen ein Konzept zur Vermeidung von Einwegverpackungen erarbeiten.
- … keine „Zigarettenkippen“ auf unseren Wegen, Plätzen und Landschaftsräumen.
- … eine strikte Einschränkung von privatem Feuerwerk auf der gesamten Gemarkung.
- … den Schutz und die Überwachung der Brut- und Setzzeiten.
- … eine Leinenpflicht im Außenbereich zu Brut- und Setzzeiten, sowie eine Ausweisung und Errichtung von Spiel- und Freilaufflächen für Hunde.
- … die Förderung der Anschaffung von Tieren aus dem Tierheim.
- … eine Kastrations- und Registrierungspflicht für alle Freigänger-Katzen zum Schutz von Vögeln, Bodenbrütern und Kleinlebewesen in Form einer Katzenschutz-Satzung.
- … die Errichtung artgerechter Vogelhäuser und -türme für heimische Arten durch die Kreisstadt.
- … die Eindämmung einer unkontrollierten Vermehrung und Ausbreitung von Nachkommen verwilderter Zucht-Tauben auf unserer Gemarkung.
- … einen Dialog mit Landwirten führen, um den Einsatz von Pestiziden zu verhindern und die Förderung von Wiesenflächen und Streuobstwiesen voranzutreiben.
- … die Bepflanzung mit heimischen Arten fördern, die Insekten Nahrung und Lebensraum bieten, keine rein dekorativen Grünanlagen.
- … mit den Imkern:innen in Dietzenbach gemeinsam in den Dialog gehen und optimale Lebensgrundlagen für Insekten und Bienen schaffen.
- … aktiv gegen vorhandene Schottergärten vorgehen, indem wir uns dafür einsetzen, dass Rückbaumaßnahmen bezuschusst und keine neuen Schottergärten im privaten und öffentlichen Raum geduldet werden; zudem Anreize schaffen, die zu einem Rückbau anregen.
- … aktiv gegen Grundstückseinfriedungen und Zäune vorgehen, die aus entweder hier ungeeigneten invasiven Arten bestehen oder den Einsatz von Kunststoffen mit sich bringen.
Dietzenbach lebt von einer aktiven Stadtgemeinschaft und einem sozialen Miteinander. Nur wenn wir uns als Stadt um das soziale Miteinander bemühen, erhalten und schaffen wir eine Stadtgemeinschaft, in der wir uns alle wohlfühlen und in der wir langfristig gerne leben möchten. Ein funktionierendes soziales Miteinander bedeutet auch, dass die Diskussionen um die Zukunft unserer Stadt u. a. durch die Stadtverwaltung und die Stadtverordnetenversammlung stärker in die Öffentlichkeit getragen und Entscheidungen transparenter werden.
Wir wollen die Vereine und Initiativen finanziell und organisatorisch unterstützen, wollen ein attraktives Angebot in Sport- und Kulturvereinen, wollen vielfältige Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, für Familien und Senior:innen. Angebote für das soziale Miteinander führen zu weniger Einsamkeit, zu mehr Solidarität, Fairness und Ehrlichkeit und ermöglichen es, Beruf und Familie leichter zu vereinbaren.
Unsere Senior:innen sind ein wichtiger Teil der Stadtgesellschaft. Sie haben vielfältigste und weitreichende berufliche und soziale Erfahrungen, sie haben digitale Kompetenzen sowie kulturelle und sportliche Ambitionen. Für sie wollen wir Grünen genauso interessant sein und sie für unsere zukunftsorientierten und nachhaltigen Ziele begeistern. Dabei wollen wir sie über den Seniorenbeirat hinaus einbinden, mit ihnen die Stadt gestalten und von ihnen lernen, wie wir gemeinsam erfolgreich sein können. Wir wollen vor allem auch an ihre Verantwortung für ihre Enkel appellieren, um diesen eine lebenswerte Zukunft in einer intakten Natur und lebenswerten Stadt zu ermöglichen.
Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und die Hälfte der Macht den Frauen. Dafür kämpfen wir in Dietzenbach. Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen ist für uns selbstverständlich. Ziel unserer Frauenpolitik ist es, die Rahmenbedingungen dafür weiterhin sicherzustellen.
Dietzenbach ist eine junge Stadt – die jüngste in Hessen. Dies ist Gewinn und Verpflichtung zugleich, denn nur eine gute Betreuung, Bildung und Erziehung von Anfang an gewährleisten eine zukunftsorientierte Entwicklung unserer Stadt und unserer Kinder. Bildung ist unumstritten der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und zum persönlichen Erfolg.
Durch die aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an den kommunalen Entscheidungsprozessen wollen wir sicherstellen, dass unser Dietzenbach kinder- und jugendfreundlicher wird, denn Kindern und Jugendlichen gehört die Zukunft.
- … politische Entscheidungswege transparenter und interessanter machen.
- … die frühzeitige Information der Öffentlichkeit über geplante Maßnahmen, damit die Bürger:innen selbst initiativ werden können.
- … eine bessere Einbindung und Mitgestaltungsmöglichkeit der Bürger:innen am politischen Geschehen fördern.
- … mehr öffentliche Beratungen und Entscheidungen, an denen Bürger:innen teilnehmen können.
- … die Einführung einer digitalen Plattform zur Beteiligung einer möglichst breiten Bürgerschaft.
- …, dass die Bürger:innen mit der Politik und Verwaltung ein klares und transparentes Verfahren für Beteiligungsprozesse vereinbaren.
- … ein öffentliches und zeitnahes Berichtswesen, damit die Bürger:innen nachverfolgen können, wie ihre Ideen und Anregungen umgesetzt wurden.
- … alle Stadtfeste beibehalten, ihre Attraktivität steigern und neue Initiativen nach Möglichkeit unterstützen.
- … das Kulturangebot im Capitol Dietzenbach erhalten und nicht dem Rotstift opfern.
- … mit lebendigen Ortskernen eine hohe Aufenthaltsqualität für die Menschen haben und ihnen die Möglichkeiten für Arbeit, Sport, Freizeit, Kommunikation und Kultur bieten.
- …, dass das Schwimmbad in der Badesaison immer geöffnet und in seiner Doppelfunktion als Kulturort weiter ausgebaut wird.
- … den Fortbestand unserer Vereine sichern und die ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen unterstützen und fördern.
- … eine Willkommenskultur entwickeln, bei der sich jeder und jede in der Kreisstadt willkommen fühlt.
- … eine Gleichbehandlung aller Einwohner:innen der Kreisstadt.
- … starke Beiräte, die ausreichend unterstützt und finanziert werden.
- … eine feste lokale Veranstaltung schaffen, bei der sich alle Altersgruppen über Kultur- und Jobangebote in der Stadt informieren können.
- … mehr Sprachangebote fördern.
- … die Schaffung einer Antidiskriminierungsstelle.
- … gemeinsame kulturelle Feste gestalten und weiter stärken, um Grenzen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, egal welcher Nation, welcher Kultur, welcher Religion, welchen Alters und welcher Gesinnung, aufzubrechen und Menschen zusammenzubringen.
- … ein friedliches Zusammenleben in allen Stadtvierteln weiter fördern.
- … Spiel- und Freizeitplätze attraktiv gestalten, sie sollen einen möglichst großen Anteil an Grünflächen haben und vielfältige Möglichkeiten zur Aktivität bieten.
- …, dass das Quartier Südost dabei sehr viel mehr in den Fokus genommen wird.
- … den Ausbau des Angebots für Jugendliche, mehr gut verteilte öffentlich zugängliche Sportplätze, z. B. zum Fußballspielen, Basketball, Skaten oder ein BMX-Parcours.
- … ein Jugendzentrum mit Jugendcafé und ein tägliches Jugendangebot mit offener Jugendarbeit.
- …, dass das städtische Angebot möglichst wohnortnah und zentral erfolgt.
- … mehr pädagogisches Personal einstellen, um allen Jugendlichen attraktive Angebote anzubieten.
- … die Hausaufgabenbetreuung erhalten und ausbauen und Selbstlerncafés etablieren.
- … das Boxprojekt und den Mitternachtssport erhalten und durch weitere Angebote ergänzen.
- … Grill- und Aufenthaltsplätze schaffen, die für Familienfeiern gemietet werden können.
- … öffentliche Feste und Veranstaltungen fördern, die explizit Kinder und Jugendliche ansprechen.
- … eine Anregung zur paritätischen Gremienbesetzung in die Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung einbringen.
- … die Arbeit des lokalen Frauen- und Gleichstellungsbüros unterstützen.
- … ein Konzept für Geschlechtergerechtigkeit in der Verwaltung und bei kommunalen Vorhaben, insbesondere der Verteilung finanzieller Ressourcen und öffentlicher Vergabe, einführen.
- … ein verpflichtendes Verbot von sexistischer und diskriminierender Werbung auf städtischen Flächen.
- … das Prostitutionsgesetz überprüfen, z. B. auf Missbrauch von Wohnungen für diese Zwecke.
- … ein flächendeckendes, qualitativ hochwertiges und quantitativ ausreichendes Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsangebot für alle Kinder.
- …, dass die Betreuungszeiten eine Anpassung an die Arbeitszeiten zulassen.
- … die Tagesmütter fördern und aktiv unterstützen.
- … uns dafür einsetzen, bei Arbeitgebern Anreize zu schaffen, um Betriebskindergartenplätze einzurichten oder sich finanziell an der städtischen Kinderbetreuung zu beteiligen.
- …, dass Zusagen für Betreuungsplätze spätestens drei bis fünf Monate vor Beginn der Betreuung sichergestellt sind.
- …, dass Waldkindergartengruppen in bestehenden Kinderbetreuungseinrichtungen erhalten bleiben. Waldkindergarten-gruppen bieten den Kindern die Möglichkeit, sich in besonderer Weise zu entfalten und gleichzeitig den respektvollen Umgang mit der Natur zu erlernen.
- …. gesundes, ökologisches und bezahlbares Essen in allen Betreuungseinrichtungen.
- …, dass der Schulträger Kreis Offenbach die Qualität der Schulgebäude und ihrer Ausstattung erhöht. Zur Qualitätserhöhung unserer Schulen gehören ein angemessenes, modernes Raumangebot und eine funktionierende Gebäudebewirtschaftung.
- … ganztägige Grundschulen in Dietzenbach und Ganztagsangebote mindestens für die Jahrgänge 5-6 der weiterführenden Schulen.
- … die Weiterentwicklung und den Ausbau der Schulsozialarbeit, den Ausbau der Schulbegleitdienste und der Integrationshilfen beim Landkreis Offenbach einfordern.
- … die aktive Beteiligung von Kindern- und Jugendlichen. Sie sollen sich aktiv in das Geschehen der Stadt einmischen dürfen. Dafür wollen wir geeignete Formen etablieren (Foren, Workshops o. ä.).
- … den Jugendbeirat aktiv fördern.
- …, dass das in den letzten Haushalten dem Jugendbeirat zur Verfügung gestellte Budget, worüber er frei verfügen kann, z. B. für Feste, Kulturprogramme u. v. m., fester Bestandteil zukünftiger Haushalte bleibt und erweitert wird.
- … verstärkt Senior:innen dazu einladen, mit uns zu arbeiten, ihre beruflichen und sozialen Erfahrungen sowie ihre Kompetenzen jeglicher Art miteinzubringen und Formate zu schaffen, damit wir ihre Ideen und Wünsche einbinden und umsetzen können.
- … die Arbeit des Seniorenbeirates langfristig und ausreichend unterstützen.
- … Jung und Alt mehr zusammenbringen und Begegnungen schaffen.
- … die Seniorenhilfe weiter unterstützen.
- … alternative Wohnformen (z. B. generationenübergreifendes Wohnen) schaffen und fördern.
- … die Infrastruktur weiter ausbauen und barrierefrei gestalten.
- … die Schaffung kleiner Erholungsorte durch Aufstellen von Bänken.
- … Initiativen für mehr öffentlich zugängliche Toiletten schaffen.
- … für Senior:innen, die ihren Führerschein abgeben, zuverlässige, günstige und niedrigschwellig zu buchende Mobilitätsangebote fördern.
- … die Vereinslandschaft in Dietzenbach in ihrer Vielfalt erhalten und Dietzenbach als sportliches Zentrum der Region etablieren.
- …, dass Vereine finanziell und organisatorisch unterstützt werden.
- … Kinder und Jugendliche besonders dabei unterstützen, in Vereinen zusammen zu kommen, dafür wollen wir Turniere mit den Vereinen gestalten und sie dabei unterstützen.
- … Vereine, die sich weiterentwickeln oder Kooperationen anstreben wollen, als starker Partner begleiten.
- … die Erhaltung der Fairtrade-Steuerungsgruppe.
- … die Umstellung in allen städtischen Einrichtungen auf Fairtrade-Produkte.
- … eine öffentliche Kampagne der Stadt zur Verwendung von Fairtrade-Produkten.
In der Stadtentwicklung werden Entscheidungen getroffen, die in den nächsten Jahrzehnten das Leben in Dietzenbach bestimmen. Noch heute wirken die Fehlentscheidungen der 1960er und 1970er Jahre nach. Wir wollen, dass die zukünftige Stadtentwicklung an den sozialen Bedürfnissen der hier lebenden Menschen, der Schonung der Umwelt und ihrer Ressourcen und an einer urbanen Mobilität ausgerichtet wird.
Eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung braucht ein modernes und nachhaltiges Verkehrskonzept, das sowohl alternative Angebote wie Elektromobilität oder Carsharing fördert und bereitstellt als auch eine sinnvolle Kombination des Individual-, Rad- und öffentlichen Personennahverkehrs schafft. Wir wollen als Kommune das Hessenticket aktiv mit dem Land gestalten und bei der Umsetzung unterstützen.
Das Rückgrat einer zukunftsorientierten Stadt mit 36.857 (Stand 30.06.2025) Einwohner:innen ist auch das Verkehrsmittel Fahrrad. Die Entfernungen sind kurz, Fahrräder sind in der Anschaffung und im Betrieb wesentlich günstiger als Autos und benötigen weniger Platz. Fahrräder sind geräuschlos, nutzen die Straßen nicht ab und entlasten damit den Stadthaushalt. Wir setzen uns dafür ein, dass Dietzenbach eine Radinfrastruktur schafft, die das Fahrrad mit dem Autoverkehr mindestens gleichstellt. Denn: je besser die Infrastruktur, desto mehr wird sie genutzt.
Bei der Inanspruchnahme bzw. Versiegelung von Flächen muss ein Naturschutz-Ausgleich in Dietzenbach geleistet werden. Dietzenbach leistet es sich, die Flächenaufwertungen mit hohem finanziellem Umfang in anderen Orten wie Dreieich (Luderbachaue), Langen oder dem Odenwald durchzuführen. Seit über 20 Jahren verlangen wir, dass diese Aufwertung auf Dietzenbacher Gemarkung erfolgen muss. Dazu gibt es seit 2010 ein Kompensationsflächen-Kataster. Wir sind der Überzeugung, dass Dietzenbacher Flächen umgewandelt werden können und somit naturschutzrechtlich aufgewertet werden und uns am Ende allen zugutekommen.
Als Grüne wollen wir so die Stadt zukünftig als grüne Lunge gestalten. Dafür setzen wir auch auf verschiedene Förderprogramme, die sich dies zum Ziel gesetzt haben.
Wohnraum in der Rhein-Main Region ist zwar grundsätzlich knapp, aber das heißt nicht, dass Dietzenbach das auffangen muss. Durch die vielfältigen Projekte in den vergangenen Jahren hat Dietzenbach viele wertvolle Wald- und Wiesenbereiche im Innen-, aber auch Außenbereich verloren. Deshalb müssen wir mit Bedacht weitere Bauvorhaben begleiten. Wenn wir Neubauten genehmigen, dann muss dies unter höchsten ökologischen Standards geschehen.
Der Klimaschutz im Bausektor ist derzeit unbefriedigend, vor allem im Gebäudebestand. Aber auch beim Neubau werden die heute schon bekannten und bewährten technischen Möglichkeiten nur in wenigen Einzelfällen umgesetzt. Bausubstanz muss ab jetzt für die Zukunft geschaffen sein.
Bei städtischen Bauvorhaben, sowohl im Gebäudebestand wie auch bei der Bebauung von Grundstücken der Stadt, der Stadtwerke bzw. anderer Organisationen, an denen die Stadt beteiligt ist bzw. bei denen sie Einfluss nehmen kann, muss nachhaltiges und klimaneutrales Bauen an erster Stelle stehen.
Die Kreisstadt Dietzenbach sollte daher alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen, um den Klimaschutz zum Wohle der Bürger dieser Stadt voranzutreiben.
- … die Gleichberechtigung und keine Unterordnung des Fußverkehrs unter andere Verkehre, wie es sich beispielsweise durch den Rückbau von „Zebrastreifen“ und deren Ersatz durch Querungshilfen ergibt.
- … konkret für den Paul-Brass-Kreisel eine für alle Verkehrsteilnehmer:innen eindeutige und sichere Gesamtlösung, die auch die sporadisch sehr starken Frequentierungen durch die Besuche der Moscheen, Geschäfte und Freizeitanlagen im direkten Umfeld des Kreisverkehrs berücksichtigt.
- … Barrierefreiheit für alle im öffentlichen Straßenraum an Bushaltestellen, Kreuzungen, Übergängen und Querungen.
- … die Umwandlung von mehr öffentlichem Straßenraum in verkehrsberuhigte Bereiche (Spielstraßen).
- … regelmäßige Bürgerspaziergänge, um die „Knackpunkte“ im öffentlichen Verkehrsraum kennenzulernen und Änderungen anzugehen.
- … Fußgänger-Vorrang-Ampeln im Umfeld von reinen Fußgänger-Bereichen und an von Fußgängern stark frequentierten Straßen.
- … die Förderung des Fahrradverkehrs und den Ausbau der Fahrradwege und Fahrradstraßen in allen Bereichen der Kreisstadt.
- … die Ausweitung des Radweges auf den Querachsen von Nord nach Süd und von Ost nach West.
- … Schnellradwege zu allen Städten in der Umgebung, insbesondere Darmstadt, Seligenstadt, Offenbach und Frankfurt.
- … den Ausbau der Tangente parallel zur S-Bahn-Strecke zu einem durchgehenden, vollwertigen Radweg mit Beleuchtung.
- … die Verbesserung der Beleuchtung der Fahrradwege.
- … die Trennung von Fuß- und Radwegen.
- … den Ausbau der Kurzzeitvermietung von Fahrradboxen.
- … die Förderung von Call-Bike Stationen und ein flächendeckendes Fahrrad-/E-Fahrrad- und Lastenradverleihsystem in unserer Stadt, um umweltfreundliche Mobilität zu stärken, den Verkehr zu entlasten und kurze Wege für alle einfacher zu machen. Nachhaltigkeit, Benutzerfreundlichkeit und faire Preise stehen dabei im Mittelpunkt.
- … die Aktion „Stadtradeln“ in Dietzenbach beibehalten.
- … die Verbesserung der Anbindung des ÖPNV an alle S-Bahn-Stationen.
- … die Erfüllung und Einhaltung des Fahrplans des RMV (S-Bahn).
- … die zügige Verlängerung der S2-Streckenführung nach Darmstadt.
- …, dass die S2 konsequent bis zur letzten Station „Dietzenbach Bahnhof“ fährt und nicht nur bis Dietzenbach-Steinberg.
- … die Weiterentwicklung des innerstädtischen Busnetzes, um bedarfsgerechten öffentlichen Nahverkehr anzubieten.
- … die Förderung der Elektromobilität.
- …, dass die KVG-Fahrzeugflotte im ÖPNV-Bereich zukünftig mit erneuerbaren Energien betrieben wird und die alten Dieselbusse abgeschafft werden.
- … durch ein Fördersystem die Möglichkeit schaffen, den Mitarbeiter:innen der Kreisstadt den Umstieg auf Elektromobilität zu erleichtern.
- … die Infrastruktur der Ladesäulen weiter ausbauen.
- … das Carsharing mit Elektroautos weiter ausbauen.
- …, dass sich alle Kinder und Erwachsenen sicher durch Dietzenbach bewegen können.
- … Informationskampagnen, die auf Maßnahmen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr hinweisen und über Missverständnisse bei wichtigen Verkehrsregeln aufklären.
- … uns dafür einsetzen, dass das Projekt „Sicherer Schulweg“ weiterhin angeboten und unterstützt wird.
- … den Empfehlungen der Verkehrsexperten für Dietzenbach folgen und weitere Kreisverkehre in der Kreisstadt bauen.
- … durch eine weitgehende Trennung von Fuß- und Radwegen das Unfallrisiko senken und das Gefühl von Sicherheit für alle erhöhen.
- … das Miteinander von Rad- und Autoverkehr fördern und geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen auf innerstädtischen Straßen unterstützen.
- … keinen Durchstich der Vogelhecke im Baugebiet 70 an der Montessori-Schule.
- … keinen Schleich- und Abkürzungsverkehr in Wohngebieten, besonders nicht im Theodor-Heuss-Ring.
- … die unterschiedlichen Pflasterungen in Dietzenbach wieder vereinheitlichen, sodass Verkehrsteilnehmende ihren Weg erkennen.
- … die Altstadt weitestgehend autoverkehrsarm gestalten und somit keinen Ausbau und Errichtung von neuen Parkplätzen.
- … gut verteilte kostenfreie Parkplatzmöglichkeiten für Handwerker zur Erledigung ihrer Arbeit in den Wohngebieten und in der Innenstadt.
- … durch Neugestaltung des Straßenraumes die Lebens- und Aufenthaltsqualität steigern.
- … eine Entlastung der städtischen Bemühungen zur Pflege und zum Erhalt von Grünbereichen und fördern Anlieger-Patenschaften.
- … eine neue Parkraumregelung, damit wieder mehr Sicherheit im Straßenraum vorherrscht.
- … die Belebung und Aufwertung der Dietzenbacher Fußgängerbereiche und Plätze.
- … einem Leerstand von Geschäften entgegenwirken, indem wir die Stadt attraktiv gestalten.
- … eine Belebung der Plätze und Treffpunkte durch Märkte und Feste, damit Dietzenbach das ganze Jahr kulturell attraktiv ist.
- … die Weiterentwicklung unserer Plätze. Ihre Gestaltung soll an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausgerichtet sein und eine hohe Aufenthaltsqualität haben.
- … für die Innenstadtstraßen und -gassen zwischen L3001, Kreisquerverbindung, S-Bahnlinie und Rodgaustraße strikte Zufahrtsbeschränkungen für LKW-Lieferverkehr mit einer Gewichtsklasse über 3,5t.
- … eine regional versorgte Stadt.
- … Dietzenbach in eine grüne Stadt mit viel Natur und Blühflächen verwandeln.
- … Kulturschaffenden aus Dietzenbach und Umgebung den öffentlichen Raum zugänglich machen und diesen mit ihnen gemeinsam gestalten.
- … eine klimagerechte Stadtgestaltung, z. B. (Dach)-Begrünungen, die die Straßen durch Verdunstungskälte runterkühlen.
- … „Urban Gardening“, das Gärtnern in der Stadt, fördern, indem geeignete Flächen zur Verfügung gestellt werden.
- … einen digitalen Stadtplan mit allen Angeboten von Handel, Dienstleistung und Gewerbe, dies soll den Überblick in unserer „Fair Trade Stadt“ erleichtern und diese fördern; Läden, die z. B. kostenloses Trinkwasser oder Toiletten anbieten, ließen sich leichter für die Kund:innen auffinden und wären ein echter Kundendienst.
- … ein Modellprojekt zur „essbaren Stadt“ einführen (Nutzung von öffentlichen Flächen zum Anbau von Obst, Gemüse oder Kräutern, die von allen Menschen kostenlos geerntet werden dürfen).
- …, dass Grundstücksversiegelungen nur noch mit naturschutzrechtlichem Ausgleich in der Gemarkung Dietzenbach erfolgen dürfen.
- …, dass naturschutzrechtlicher Ausgleich auf der Dietzenbacher Gemarkung durchzuführen ist.
- …, dass Flächen für den naturschutzrechtlichen Ausgleich auf der Dietzenbacher Gemarkung vorbereitet werden und für den Abruf dem „Konto“ bei der Unteren Naturschutzbehörde gutgeschrieben werden.
- … Umgestaltungspläne von öffentlichem Raum nachhaltig begleiten.
- … begrünte Dächer, Fassadenbegrünung, Grünanlagen und innerstädtische Wasserflächen ausweiten.
- … darauf hinwirken, dass die Gesetzeslage für WEGs geändert wird, damit die Stadt mehr Mitspracherecht im Spessartviertel im bekommt.
- … keine Befreiung der Stellplatzverordnung und Grünanlagengestaltung bei Neubauten.
- …, dass genügend Stellplätze für Fahrräder, Ladestationen für E-Mobilität und Barrierefreiheit konsequent mitgedacht werden.
- …, dass die vorhandenen Stellplätze auch genutzt werden.
- … die Bauplanungszeiten im Rathaus so steuern, dass schon in einer frühen Planungsphase alle ökologischen Bedürfnisse mit eingeplant werden.
- … eine behutsame Nachverdichtung und Aktivierung von brachliegenden Bauplätzen im Innenbereich auch durch Aufstockungen auf tragfähigem Altbestand.
- …, dass die Möglichkeiten einer Arrondierung an den Bebauungsgrenzen vor der Ausweisung von neuen Baugebieten möglichst ausgeschöpft werden.
- …, dass Bürogebäude ganz oder teilweise zu Wohnungen umgewidmet werden können.
- …, dass bei der Quartiersentwicklung darauf geachtet wird, dass Infrastruktur kombiniert wird, z. B. Nahversorgung, Handel und Kindergärten.
- …, dass neue Gebäude sich in ihre Umgebung gestalterisch einpassen; in Konfliktfällen kann ein „Gestaltungsbeirat“ ein-gesetzt werden, wie ihn z. B. die Architektenkammer anbietet.
- …, dass bis zu 25% der Auto-Stellplätze in Fahrradstellplätze umgewidmet werden können.
- …, dass auch bei größeren Bauprojekten der Privatwirtschaft eine Quote von mindestens 30% für geförderten Wohnungs-bau verbindlich festgeschrieben wird.
- … keine Zweckentfremdung von Wohnungen, z. B. durch On-line-Portale für die Kurzzeitvermietung (Airbnb, booking.com, Wimdu etc.).
- … die konsequente Kontrolle von Umsetzungen von Baugenehmigungen und die konsequente Verfolgung illegaler Baumaßnahmen.
- …, dass bei neuen Bebauungsplänen und über städtebauliche Verträge Solaranlagen verpflichtend vorgegeben werden.
- …, dass bei neuen Bebauungsplänen der Grünanteil massiv erhöht wird.
- …, dass Einfriedungen nicht aus PVC-Zäunen bestehen dürfen, sondern dass insektenfreundliche Hecken gepflanzt werden müssen.
- …, dass Heckenzäune nicht entfernt und durch PVC-Zäune ersetzt werden dürfen.
- …, dass Schottergärten nicht erlaubt sind.
- …, dass Dietzenbach eine grüne Vorzeige-Stadt wird mit hoher Wohn- und Lebensqualität.
- … höchste Dämmstandards einhalten (Passivhaus- oder Plusenergie-Standard).
- … eine verstärkte Verwendung von nachhaltigen Baustoffen, nach dem zu ihrer Herstellung erforderlichen Primärenergiebedarf.
- …, dass auch die Haustechnik im Sinne von Klimaschutzaspekten eingebaut oder nachgerüstet wird.
- …, dass das Heizen und die Aufbereitung von Warmwasser ohne Verbrennung fossiler Energieträger stattfinden.
- …, dass die Verteilung von Feinstaub in der Dietzenbacher Luft verringert wird.
- … passive und aktive Solarenergienutzung durch den Einbau von Photovoltaikanlagen (Ökostrom) und solarthermischen Anlagen (Sonnenkollektoren für warmes Wasser und Beitrag zur Heizung).
- … Blockheizkraftwerke als gemeinsame Zentrale für die Erzeugung von Energie (Nahwärme) bei Hausgruppen oder im Geschosswohnungsbau.
- … Wärmepumpen mit Versorgung durch Ökostrom.
- …, dass beim Verkauf von Erbbaurechtsverträgen oder städtischen Grundstücken und ebenso bei Veränderungen beim Eigentum der Stadtwerke oder anderer städtischer Gesellschaften entsprechende Klimaschutzvereinbarungen getroffen werden.
- … die Verbesserung der CO2 Bilanz von Bestandsgebäuden, die im Besitz der Kreisstadt Dietzenbach sind.
- … die Förderung von Zisternen für die Gartenbewässerung und WC-Spülung ohne Ausnahmen.
- … eine Erhebung über die Anzahl der Zisternen im Stadtgebiet und das damit verbundene Trinkwassereinsparpotenzial.
- …, dass bei Verträgen/Rechtsgeschäften mit Privatpersonen, wenn die Bebauung von Grundstücken nur durch Mitwirkung oder gar nach Zustimmung seitens der Stadt (z. B. durch Erschließungsverträge o. ä.) ermöglicht wird, der Klimaschutz berücksichtigt wird.
- …, dass die Stadt als Dienstleister für ihre Bürger agiert, indem sie eine „Energieberatung für Wohnungsbau“ einrichtet oder ersatzweise mit entsprechenden Beratungsstellen kooperiert.
- …, dass auch bei Genehmigungsverfahren für Kaminöfen nur solche eingesetzt werden, die über einen Feinstaubfilter und ein Blaues Umwelt-Engel-Zertifikat verfügen.
Die städtischen Finanzen, Wirtschaftsförderung und Verwaltung hängen eng mit den übrigen Feldern der Stadtentwicklung und des städtischen Angebots zusammen. Die angespannte Lage des städtischen Haushalts stellt die Verwaltung vor große Herausforderungen. Der Wunsch der Bürger und Unternehmen nach möglichst geringen Abgaben steht im Widerspruch zu den dringend notwendigen Unterstützungen eines öffentlichen Angebots für Vereine, Bildungsangebote, Kinder- und Jugendarbeit, Investitionen in Infrastruktur und öffentliche Flächen.
Der Blick in die Vergangenheit zeigt: Der weitgehende Verzicht auf freiwillige städtische Leistungen und die höheren Mieten für Sporthallen und öffentliche Gebäude führen zu sozialen Spannungen. Eine Stadt, die an Ausgaben für das Notwendigste spart, verschärft soziale Probleme, wenn die Mittelschicht in andere Orte ausweicht.
Wir sind der Ansicht, dass eine leistungsfähige Verwaltung, ein gepflegtes Stadtbild, moderne Infrastruktur und ein lebendiges Angebot gut sind für die Stadt und ihre Einwohner:innen. Dietzenbach braucht auch eine starke lokale Wirtschaft, Einzelhändler und Gastronomie. Wir brauchen eine Wirtschaftsförderung, die sich nicht nur für Neuansiedlungen einsetzt, sondern auch etablierte Unternehmen unterstützt. Wir brauchen eine Infrastruktur, die die Altstadt und die Geschäfte in Mitte und Steinberg unterstützt und die Aufenthaltsqualität erhöht. Beispiele aus anderen Städten zeigen: Eine große Fußgänger- und Fahrradzone stärkt die Geschäfte und führt zu mehr Laufkundschaft.
- … aktuelle und transparente Informationen über Investitionen der jeweils nächsten 5 Jahre.
- … jeden neuen städtischen Kredit kritisch hinterfragen.
- … städtische Neubaumaßnahmen nur dann genehmigen, wenn es keine Alternative gibt (Erhalt vor Neubau).
- … die konsequente Weiterentwicklung interkommunaler Zusammenarbeit in den Bereichen, wo es sinnvoll ist.
- … für Dietzenbach auf lange Sicht einen ausgeglichenen Haushalt, der uns neue finanzielle Spielräume ermöglicht und damit die Pro-Kopf-Verschuldung von über 4.000 Euro reduziert.
- … finanzielle Anlagen nur in nachhaltige und ethisch unbedenkliche Wertpapiere, Aktien und Fonds.
- …, dass neben den Einnahmen durch Steuern und Abgaben Zuschüsse von entsprechenden Förderprogrammen von Land, Bund, EU oder Stiftungen konsequenter genutzt werden.
- …, dass die Kosten für die Kinderbetreuung angemessen durch Bund und Land Unterstützung erhalten, da sie jetzt schon nicht mehr zu stemmen sind.
- …, dass Investitionsprojekte mit Folgekosten auf ihre Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit hin zu überprüfen sind (Schwer-punkt auf Sanierung, Instandhaltung und Ersatzbeschaffung).
- …, dass Investitionen bevorzugt werden, die z. B. für energetische Gebäudemodernisierung oder in die nachhaltige Modernisierung der städtischen Infrastruktur fließen.
- … eine Stärkung der Wirtschaftsförderung als Ansprechpartner für Unternehmen und Startups, die sich in Dietzenbach ansiedeln möchten, sowie für Unternehmen, die bereits vor Ort sind.
- …, dass sich ein vielfältiger Branchenmix in der Kreisstadt ansiedelt. So entstehen unterschiedliche Arbeitsplätze, und die Stadt wird unabhängiger von der Konjunktur in einzelnen Branchen wie Logistik und Automobilhandel.
- …, dass bei der Vergabe der öffentlichen Hand regionale Betriebe bei ihrer Bewerbung unterstützt werden und nach Differenzierung jeweils zuständiger Branchen gesondert ausgeschrieben wird.
- …, dass die Stadtverwaltung den Einkauf vor Ort unterstützt. Ein möglicher Ansatz ist z. B. die Ausgabe von (Sach-) Gutscheinen, die den Einkauf vor Ort belohnen.
- … den Wunsch vieler Ladenbetreiber umsetzen und die Fahrradinfrastruktur weiter ausbauen.
- …, dass die Kreisstadt weiter als Integrationsmotor, u. a. durch Praktikumsplätze, Minijobs o. ä., auftritt.
- … uns dafür einsetzen, dass die Antragsteller nach Eingang eine verbindliche Terminankündigung bekommen, bis zu der sie mit einer Entscheidung rechnen können. Zudem soll die Bearbeitungsdauer erfasst und einmal jährlich ausgewertet werden. Mit der Verwaltung wollen wir Ziele für die Bearbeitungsdauer und notwendige Maßnahmen abstimmen, um lange Bearbeitungszeiten von Anträgen und Genehmigungen zu reduzieren.
- … Gewerbetreibende unterstützen und fördern, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (Teilnahme an Fahrradeinkaufförderung, lokaler Lieferdienst, umweltfreundliches Geschäftsmodell, Mindestquote von Angestellten mit Wohnort in Dietzenbach, Unterstützung von JobRad etc.).
- … die Förderung von Elektromobilität bei lokalen Unternehmen, die für ihr Geschäftsmodell auf Autos angewiesen sind (insbesondere Handwerker).
- … ein Gründerförderungsprogramm der Stadt für Arbeiten von zuhause bei Gewerbeanmeldung vor Ort.
- … eine Selbstverpflichtung der Stadt, Attraktivitätsmerkmale langfristig zu erhalten (Ansprechpartner für Wirtschaftsförderung, bestimmte Geschäfte und Versammlungsstätten etc.).
- … eine Image-Kampagne, um z. B. die Wirtschaftsförderung mit Hilfe des Gewerbevereins zur Stärkung des lokalen Handels zu unterstützen.
- … uns dafür einsetzen, dass klein- und mittelständische Unternehmen sowie das Handwerk in Dietzenbach gute Rahmenbedingungen vorfinden. Die Stärkung regionaler Handwerks- und Wirtschaftsbetriebe ist eine notwendige Ergänzung der Globalisierung, da sie die Stabilität von Wirtschaft und Beschäftigung vor Ort erhöht.
- …, dass Dietzenbach Vorreiter bei der digitalen Verarbeitung wird und nicht als Nachzügler Veränderungen möglichst lange aufschiebt. Das entlastet die Bürger:innen und die Verwaltung.
- …, dass Bürger:innen den Sachstand ihrer Anliegen (Anträge, Anmeldungen für Kitaplätze etc.) jederzeit und verbindlich online verfolgen können.
- …, dass Bürger:innen am Ende der Bearbeitung automatisch und anonymisiert eine Aufforderung zur Bewertung erhalten, die jährlich von einer unabhängigen Stelle ausgewertet wird.
- …, dass Dietzenbach ein Portal einrichtet, in dem sich Bürger:innen über den Bearbeitungsstand ihrer Anfragen, z. B. die Anmeldung für einen KiTa-Platz, selbst informieren können.
- … eine Zusammenarbeit mit unseren Vereinen im digitalen Bereich und das Angebot einer Plattform schaffen, um sich gesammelt präsentieren zu können.
- … eine App für die Stadt Dietzenbach, die Neuigkeiten und Informationen vermittelt, die bei der Orientierung in der Stadt und in den städtischen Verwaltungsbereichen hilft und mit digitalen Angeboten verknüpft.
Zum Schluss
In unserem Wahlprogramm haben wir kleine und große, einfache und mutige Vorschläge für die kommenden fünf Jahre zusammengetragen. Sie alle folgen dem Gedanken, dass wir Dietzenbach gemeinsam besser machen wollen und nicht nur das Jetzt verwalten.
Unser Wahlprogramm richtet sich an alle Bürger:innen in unserer schönen Kreisstadt Dietzenbach und fordert sie auf, mit uns gemeinsam anzupacken, damit unsere liebgewonnene Heimatstadt weiterhin die liebenswerte Kleinstadt im Grünen bleibt. Für unsere Stadtgemeinschaft heißt das: Hexenberg und Steinberg, Altstadt und neue Stadtmitte, Spessartviertel und Westend, Gewerbegebiete und Wohnen, Fußverkehr und Fahrräder und motorisierte Mobilität, Stadtentwicklung und vor allem eine intakte Natur mit Wiesen und Wäldern.
Stadtentwicklung und eine intakte Natur.
