Grüne Dietzenbach: Tour „Soziale Stadt“ mit Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB

Dietzenbach, Neu-Isenburg und Dreieich – alle drei Kommunen haben mit  Fördermitteln der „Sozialen Stadt“ benachteiligte Stadtteile attraktiver gemacht S-Stadt-Logo22-150x150

 

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, der sich am 22. September 2013 wieder zur Wahl (Wahlkreis 185) stellt, und die Direktkandidatin für den Landtag für den Wahlkreis 44 haben sich in Dietzenbach, Neu-Isenburg und Dreieich über die Projekte der „Sozialen Stadt“ informiert.

Dabei wurde deutlich, wie wichtig diese Projekte für den sozialen Zusammenhalt und für die soziale Teilhabe der Einzelnen sind. Vor diesem Hintergrund kritisierte Wolfgang Strengmann-Kuhn scharf die schwarz-gelbe Bundesregierung für die drastischen Kürzungen, sowie die Beschränkung der Förderung ausschließlich auf Bauprojekte. Das sei kurzsichtig und fatal angesichts der Probleme in  den Städten und Gemeinden. „Es ist notwendig, die Mittel wieder zu erhöhen, und nicht nur Bauinvestitionen, sondern auch soziale Begleitprojekte zu fördern, und beides mit einander zu verknüpfen“, stellte Strengmann-Kuhn in seinem Resümee fest. „Nicht zuletzt angesichts des demographischen Wandels wäre es wünschenswert, wenn es Quartiersmanagement und Projekte der Sozialen Stadt in allen Städten geben würde, denn nirgendwo wird so sinnvoll und nachhaltig Geld ausgegeben!“. Lisa Süß betonte in ihrem Resümee, dass es in allen drei Projekten gut gelungen sei, die Bevölkerung zu beteiligen: „Das Programm Soziale Stadt ist wichtig, um die Menschen unterschiedlicher Generationen dazu zu bewegen gemeinsam die Möglichkeiten zu schaffen, ihren unmittelbaren Lebensraum mit zu gestalten.“

Alle haben bei dieser Tour drei ganz unterschiedliche Kommunen kennengelernt, die aber Eines eint: das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger! Allerdings sei auch klar, dass die Projekte letztendlich so umgesetzt werden konnten, ist nicht nur der NH mit ihrem Know-how zu verdanken, sondern auch den Kommunen selbst, die sich oft und trotz schwieriger finanzieller Situation weiter engagieren, um so zu erhalten, was geschaffen wurde.

1048930_10151527009644094_1787058684_oIn Dietzenbach besichtigen die GRÜNEN mit Wolfgang Strengmann-Kuhn und der Landtagskandidatin der GRÜNEN, Lisa Süß aus Dreieich die „Kinderburg“ und das „Bildungshaus“.

In der „Kinderburg“, einer Kita mit angeschlossenem Hort, informierte die Leiterin Brigitte  Scheibe sowie Stadtrat Dietmar Kolmer über die Arbeit, vor allem mit welchem Engagement alle Beteiligten die Kinder aus unterschiedlichen Nationen so fördern, dass sie gut gerüstet in die Schule gehen können. Diese Kita liegt direkt im Sanierungsgebiet, das mit Hilfe der Gelder aus der Sozialen Stadt an Attraktivität gewonnen hat. „Wir haben eine lebendige Einrichtung in einem bewegten Umfeld,“ beschreibt Brigitte Scheibe ihre Arbeit. Auf die Frage von Strengmann-Kuhn, was sie sich wünschen würde, wenn es eine Wundertüte gäbe, antwortet Brigitte Scheibe spontan: „Dass die Kinder, die in die Kita kommen glücklich sind und ein weiterer großer Wunsch wäre, dass es in der Zukunft verschiedene Stadtteilzentren in bestehenden Einrichtungen gibt.“
Im Bildungshaus, das mit auch mit Fördergeldern der „Sozialen Stadt“ auf dem Grundstück des ehemaligen JUZ gebaut wurde, führte Maud Möller die GRÜNE Gruppe durch das Haus. Im Bistro waren die  Besucherinnen und  Besucher vom Engagement der Jugendlichen überzeugt. Sie zeigten, dass sie nicht nur fit in der Küche sind, sondern auch im Service. Für diese Ausbildung ist die Arbeiterwohlfahrt verantwortlich, erklärte Hans-Jürgen Daum, sie mache die Jungen und Mädchen fit  für den Arbeitsmarkt und  auch das ist ein Projekt, das zur „Sozialen Stadt“ gehört.

 

In Neu-Isenburg wurden die GRÜNEN von Bürgermeister Hunkel sowie Frau Schmitz-Stadtfeld und Herrn Thielmann im Stadtteilzentrum-West im Café Lukas begrüßt. Das Café Lukas war ehemals eine Einrichtung der Lukas-Gemeinde und wurde 2009 von der Stadt Neu-Isenburg gekauft. Das Quartiersmanagementteam um Marion Schmitz-Stadtfeld, die auch schon in Dietzenbach gewirkt hat, setzt auch in Neu-Isenburg auf die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Quartier. Nach dem Motto „Wohnen im Grünen“ wurden z.B. die Außenanlagen neu angelegt, übersichtlich und hell, sodass die Bewohnerinnen und Bewohner auch wieder gerne zu Fuß durch ihr Quartier gehen. Mit einbezogen wurde auch der Bahnhofsvorplatz. Bei dessen Sanierung wurde ein alter Brunnen wieder entdeckt, der jetzt wieder zu neuen Ehren kommen soll.
Kritik am Bundesministerium kam aus den Reihen des Quartiersmanagementes, weil diversen Projekten noch vor der eigentlichen Beendigung die finanzielle Unterstützung entzogen wurde. So standen diese bereits, obwohl für  drei Jahre geplant, nach kurzer Zeit wieder vor dem Aus. Weil die Stadt-Neu-Isenburg kurzfristig in die Bresche sprang, konnten sie zu Ende gebracht werden.

Wolfgang Strengmann-Kuhn fragte auch Marion Schmitz-Stadtfeld nach ihrem Wunsch, wenn  es eine Wundertüte geben würde: eine Projektschule im Isenburger Bahnhof, war ihre Antwort,  ähnlich der im Dietzenbacher Bildungshaus, mit einem Bistro!

 

Nächster und letzter Stopp bei der „Tour Soziale Stadt“ war Dreieich.  Im dortigen Stadtteilbüro informierten sowohl Stadtrat Martin Burlon, wie auch die Stadtteilmanagerin Margot Acht gemeinsam mit Katerina Kucera (FB Planung und Bauen) die Gruppe über die Projekte, die im Rahmen der „Sozialen Stadt“ verwirklicht wurden. Das Stadtteilbüro selbst, ist der Treffpunkt im Quartier, in dem nicht nur Malkurse stattfinden, sondern auch geredet wird, z.B. welche neue Ideen oder Projekte angegangen werden könnten, in dem man sich auch einfach trifft. Seit 2007 bekommt der Stadtteil Hirschsprung und Breitensee finanzielle Unterstützung durch die Gelder der „Sozialen Stadt“. Auch hier wurde mit der Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner z.B. der Schulhof an der Gerhardt-Hauptmann-Schule umgestaltet, oder ein Bolzplatz erneuert. Im Außenbereich wurden außerdem mit den neuen Sitzbänken und Gruppen Treffpunkte für Jung und Alt geschaffen.

Wolfgang Strengmann-Kuhn fragte auch Frau Acht nach ihrem Wunsch aus der Wundertüte: ein größeres Budget, um flexibler Gelder für kleinere Projekte zur Verfügung stellen zu können.

Zum  Abschluss der Tour  besuchten die GRÜNEN das Forum Sprendlingen Nord, ein Haus, das durch die Unterstützung der NH zu einem Haus für ALLE Nachbarn im Wohngebiet wurde. Die Frage nach der Erfüllung eines Wunsches aus der Wundertüte beantwortete der Vorsitzende Rifki Kestem kurz und knapp: ein Trinkbrunnen als Treffpunkt im Stadtteil!

 

Anbei die Presse der OffenbachPost dazu: Link

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