Umwelt, Natur- und Tierschutz

Nur eine intakte Umwelt kann die Lebensgrundlage für uns und unsere Kinder sein. Für ein Leben im Einklang mit der Natur müssen wir die Vielfalt der Arten erhalten und die Lebensräume aller schützen wollen.

Klimaschutzkonzept für Dietzenbach 

Ziel der deutschen Bundesregierung ist es, bis 2020 die CO2-Emissionen um mindestens 40% gegenüber dem Stand von 1990 zu senken, bis 2050 sogar um 80 bis 95%. Auch Dietzenbach hat ein Klimaschutz-Teilkonzept für städtische Gebäude in Auftrag gegeben. Geprüft werden soll, welche energieeffizienten Maßnahmen wirtschaftlich und umsetzbar sind. Wir Grünen wollen, dass aus dem Dietzenbacher Klimaschutz-Teilkonzept ein ganzheitliches und nachhaltiges Klimaschutz-Konzept wird, das möglichst alle klimarelevanten Bereiche innerhalb der Stadt abdeckt, um jede Möglichkeit zur Energie- und CO2-Reduzierung auszuschöpfen.

Grundstücksversiegelung nur noch mit naturschutzrechtlichem Ausgleich in Dietzenbach 

Bei der Inanspruchnahme bzw. Versiegelung von Flächen muss ein Naturschutz-Ausgleich geleistet werden. In Dietzenbach gibt es solche Ausgleichsmöglichkeiten nicht bzw. sind laut dem Magistrat nur mit einem für die Stadt zu hohen Aufwand zu realisieren. Deshalb leistet Dietzenbach den Ausgleich in hohem Umfang finanziell – dafür werden dann z.B. in Dreieich (Luderbachaue), Langen oder dem Odenwald Flächenaufwertungen vorgenommen.
Seit über 20 Jahren verlangen wir, dass diese Aufwertung auf Dietzenbacher Gebiet geschehen soll und hatten dazu bereits 2010 ein Kompensationsflächen-Kataster erstellen lassen.
Wir sind immer noch der Meinung, dass große Flächen im DSK-Besitz intensiv genutzte Ackerflächen sind, die beispielsweise zu extensiv genutzte „Baumstücke“ umgewandelt und somit naturschutzrechtlich aufgewertet werden könnten.

 

Wir wollen

  • dass Grundstücksversiegelungen nur noch mit naturschutzrechtlichem Ausgleich in Dietzenbach erfolgen dürfen
  • dass von der Verwaltung weiterhin gesucht wird, wie naturschutzrechtlicher Ausgleich auf der Dietzenbacher Gemarkung kostenverträglich durchzuführen ist.

Förderung des Baumschutzes – Baumschutzsatzung

Die Lebensqualität einer Stadt wird auch durch ihren Grünanteil bestimmt, woran Bäume einen erheblichen Anteil haben. Bäume wirken nicht nur dem Treibhauseffekt entgegen, sie sind z.B. für Vögel wichtige Rückzugsräume, Nahrungsquellen sowie Brut – und Schlafplätze.Auch die Kreisstadt Dietzenbach soll die Grünbestände im Innenbereich daher so weit wie möglich schützen oder bei Beseitigung möglichst ersetzen lassen. Der alten Baumschutzsatzung der Stadt Dietzenbach war wie in allen hessischen Städten nach einer Änderung des Hessischen Naturschutzgesetzes die Rechtsgrundlage entzogen worden und musste aufgehoben werden.

Wir wollen

  • eine Baumschutzsatzung für die Kreisstadt Dietzenbach.
Erhalt der Vogelhecke

Dietzenbach ist die Kleinstadt im GRÜNEN. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass das so bleibt, denn dies ist ein wichtiger Standortfaktor und trägt zu einer Erhöhung der Lebensqualität bei. Zu den Attributen „Stadt im GRÜNEN“ trägt außer der „Umzingelung“ durch den Wald vor allem auch unsere sogenannte Vogelhecke bei. Diese sehr ursprünglich gelassene Hecke wird zurzeit durch die Verwirklichung des Bebauungsplans 70 schon im Norden geschädigt. Doch immer noch ist es bemerkenswert, wie dicht besiedelt von allen Tierarten dieser ursprüngliche Heckenzug entlang der Vélizystraße ist. Als „Geschützter Landschaftsbestandteil“ genießt sie quasi Naturschutz. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Siedlungsgebiets zwischen Offenbacher Straße und Vélizystraße profitieren von der Vogelhecke. Bei einem Wegfall der Hecke und der Einrichtung einer Abkürzungsstrecke wäre es ansonsten schnell mit der relativen Ruhe vorbei.

Trinkwasserschutz

„Trinkwasser“ Das Hessische Wassergesetz schreibt in §36 u.a. den sparsamen Umgang mit Trinkwasser vor, die „Verwertung von Betriebswasser und Niederschlagswasser“ sowie „Verweisung auf Brauch- und Oberflächenwasser“. Wir haben in Dietzenbach eine moderne Zisternensatzung, die dazu einlädt, insbesondere bei Neubauten ein Brauchwasser-Sysstem einzuplanen, um so speziell zur WC-Spülung kein kostbares Trinkwasser zu vergeuden. Diese Satzung sollte den Anforderungen angepasst werden, aber auf jeden Fall die lenkende Wirkung behalten. Insbesondere Gewerbe- und Industriebauten können ihren Brauchwasserbedarf und eine entsprechende Zisternengröße errechnen. Mit derm Anteil der Dachbegrünung lässt sich so die Größe der Zisterne selbst bestimmen. In jede Baugenehmigung sollte der Hinweis eingefügt werden, dass die Schaffung eines Brauchwasser-Systems empfohlen wird. Der fortschrittliche Trinkwasserschutz muss fortgeführt werden.

Gewässerschutz

Zum Gewässerschutz gehört, dass Biotope in den Außenbereichen erhalten und weiter als notwendige Schutz- und Brutgebiete ausgebaut werden. Beispielsweise sei hier der Wollwiesenteich genannt, der zwar an einen Verein verpachtet ist, aber zurzeit nicht ordentlich unterhalten wird.

Wir wollen

  • dass die Vogelhecke auch bei der Erschließung von zukünftigen Baugebieten nicht durchstochen wird
  • dass die Biotope in den Außenbereichen als notwendige Schutz- und Brutgebiete erhalten und ausgebaut werden.

Schutz von Brut- und Setzzeiten durch Anleinpflicht und Spielwiese für Hunde

Wenn Tiere in freier Natur Nachwuchs bekommen, müssen für Hunde und Hundehalter besondere Regeln eingehalten werden, da bereits vermeintlich kleine Störungen den Nachwuchs gefährden können. Werden Vögel beispielsweise durch einen freilaufenden Hund aufgeschreckt, kann es passieren, dass das Gelege auskühlt oder durch andere Tiere zerstört wird. Berührungen des Jungtieres können zu Veränderungen des Geruchs führen, was ein Verstoßen zur Folge haben kann. Zum Schutz in der Brut-und Setzzeit ist es daher unumgänglich, dass Hunde im Außenbereich zwischen April und Juli angeleint werden. Da zur artgerechten Haltung von Hunden allerdings auch ausreichend Freilauf gehört, brauchen Hunde insbesondere zu dieser Zeit eine ausgewiesene Spielwiese.

Wir wollen

  • einen Schutz der Brut- und Setzzeiten durch Anleinpflicht
  • eine Spielwiese für Hunde.

Förderung der Anschaffung von Tierheimhunden

In Tierheimen warten viele Hunde auf ein neues Zuhause. Hundehalter, die sich entscheiden, einen Hund aus dem Tierheim aufzunehmen, sollten daher bei der Hundesteuer begünstigt werden.

Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Katzen

Die unkontrollierte Vermehrung von frei lebenden Katzen überlastet nicht nur die Tierheime, sondern verschlimmert auch das Leid der heimatlosen Katzen. Die Überlebenschance für diese Tiere ist häufig aufgrund des Mangels an Fürsorge und Futter nicht sehr hoch.

Wir treten daher für eine Kastrations- und Registrierpflicht für alle Freigänger-Katzen ein. Halter dieser Katzen müssen ihre Tiere beim Tierarzt kastrieren und mit Hilfe eines Chips oder einer Tätowierung kennzeichnen und registrieren lassen.

Projekt „bienenfreundliche Stadt Dietzenbach“

Bereits Albert Einstein wusste um die große Bedeutung der Bienen für den Menschen, denn „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ (Zitat Albert Einstein, 1949). Nach Schätzungen sind etwa 80% aller Nutzpflanzen hierzulande von der Bestäubung durch Bienen abhängig, d. h. die Vielfalt an Früchten und Gemüse wird erst durch die Bienen möglich. Das vermehrte Bienensterben in den letzten Jahren sollte daher für uns alle alarmierend sein, weil viele Umweltfaktoren die Bienenbestände in Deutschland bedrohen. Es ist unser Ziel, die Bienengesundheit zu verbessern und die Bienenpopulation zu steigern. Dafür setzen wir uns mit unserem Projekt „Bienenfreundliche Stadt Dietzenbach“ ein: öffentliche Anlagen und Hausgärten sollten möglichst mit Gewächsen bepflanzt werden, die nicht nur ästhetisch schmücken, sondern durch ihr großes Angebot an Pollen und Nektar vor allem bienenfreundlich sind.

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners 

Wir sind umgeben von schönen Wäldern. Leider verbreiten sich aufgrund des Klimawandels in unseren Breiten jedes Jahr mehr Tier- und Pflanzenarten, die eigentlich nicht hierher gehören, aber durch das nun vorherrschende Klima deutlich besser überleben können. Dazu gehört auch der Eichenprozessionsspinner, der sich in unserer Stadt über die letzten Jahre verbreitet hat. In vielen Bundesländern gilt dieser Schädling als Risiko sowohl für die Natur, als auch für den Menschen. Der Frankfurter Stadtwald wird jährlich behandelt, um die Verbreitung zumindest einzudämmen. Auch bei uns in Dietzenbach finden jährlich Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet statt. Allein durch unseren Einsatz wurden diese auch auf das Waldgebiet rund um die Steinberger Schulen und Kindergärten ausgeweitet. Wir wollen uns auch in Zukunft dafür einsetzen, dass alle Dietzenbacher – ob jung oder alt – den Wald rings um Dietzenbach ohne Gefährdung durch den Eichenprozessionsspinner nutzen können.