Mobilität – Stadt im Wandel

Mobilität – Stadt im Wandel

Stadtentwicklung heißt für uns, am Erhalt und der Steigerung der Lebensqualität Dietzenbachs zu arbeiten. Wir wollen eine ökologische Stadt. Dazu gehören kurze Wege und das Schließen von Baulücken. Dennoch muss das Leben in einer verdichteten Stadt lebenswert bleiben. Grünanlagen und Bäume, innerstädtische Wasserflächen und begrünte Dächer sind zur Verbesserung des Stadtklimas und für ein positives Stadtgefühl elementar wichtig. Dazu gehört eine Stadtentwicklungsplanung, die den negativen Effekten des Klimawandels und der damit verbundenen Innenstadterwärmung nachhaltig entgegen wirkt. Ein wirksamer Klimaschutz lässt sich in Dietzenbach nur verwirklichen, wenn motorisierte Verkehre vermieden werden und mehr Menschen das Fahrrad und die öffentlichen Verkehrsmittel in Dietzenbach nutzen.

Mobilität

Mobilität ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens. Doch mit der Art und Weise, wie wir heute verkehren, begünstigen wir die Luftverschmutzung und den Klimawandel mit negativen Folgen für unsere Gesundheit und für nachfolgende Generationen. Allein der Straßenverkehr trägt mit ungefähr einem Sechstel der weltweiten CO2-Emissionen zur globalen Erwärmung bei. Im Fokus grüner Verkehrspolitik steht daher die Suche nach alternativen Verkehrskonzepten.

Dabei ist uns die Förderung des Fahrradverkehrs ein besonderes Anliegen. Wir setzen uns für die Verbesserung und den Ausbau von Fahrradwegen ein (z. B. Beleuchtung, Tangente an der S-Bahn, Regelungen an Kreiseln und viel genutzten Kreuzungen). Zur Förderung gehören ein überregionaler Fahradwegeplan mit Schnell-Verbindungen zwischen den Kommunen sowie die Einrichtung von Pedelec-(Leih)-Stationen (z. B. an der Mobilitätszentrale).

Ebenso wichtig ist aber auch die Verbesserung der Anbindung an den ÖPNV sowie die Sicherstellung der Fahrzeiten des RMV. Ergänzend hierzu setzen wir uns für den Bau weiterer Kurzzeitfahrradboxen an den S-Bahn-Stationen und am Bahnhof sowie die Schaffung von „Call-Bike“-Stationen ein. Uns ist bewusst, dass der Verzicht auf ein Auto nicht immer möglich ist; eine Alternative dazu bietet das Carsharing, d. h. die gemeinschaftliche Nutzung eines oder mehrerer Fahrzeuge. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass auch Dietzenbach endlich im Carsharing Zeitalter ankommt.

Fußverkehr

Die Lebensqualität einer Stadt hängt davon ab, wie frei und gefahrlos sich Fußgänger in ihr bewegen können. In den Quartieren gibt es für Rollstühle oder Fahrrad fahrende Kinder oft zu wenig Platz zwischen Hauswand und parkenden Autos. Wir wollen eine barrierefreie Stadt: Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer oder ältere Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, sollen einfach und sicher vorankommen und ohne Hürden in Busse und Bahnen einsteigen können.

Mehr Sicherheit für alle

Wenn jede und jeder ungehindert seinen eigenen Weg gehen kann, kommen alle gut voran. Wir wollen durch eine weitgehende Trennung von Fuß- und Radwegen das Unfallrisiko senken und das Gefühl von Sicherheit für alle erhöhen. Ein sicheres
Miteinander von Rad- und Autoverkehr werden wir mit geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen auf innerstädtischen Straßen unterstützen. Damit auch Kinder lernen, sich sicher zu Fuß und möglichst frühzeitig mit dem Rad durch Dietzenbach zu bewegen, werden wir uns dafür einsetzen, dass das Programm „Sicherer Schulweg“ aufgelegt wird. Informationskampagnen z.B. über die Homepage und städtische Aktionen sollen wie bisher über Maßnahmen für mehr Sicherheit aufklären.
Wir wollen

  • die Förderung des Fahrradverkehrs und den Ausbau der Fahrradwege
  • den Ausbau der Kurzzeitvermietung von Fahrradboxen
  • die Verbesserung der Anbindung des ÖPNV bzw. die Sicherstellung der Fahrzeiten des RMV (S-Bahn)
  • den Erhalt des innerstädtischen Busnetzes
  • den Aufbau einer Carsharing-Organisation
  • eine barrierefreie Stadt
  • die Trennung von Fuß- und Radwegen.

 

Stadt im Wandel (Dietzenbach als TransitionTown)

Unsere Vision von einem Dietzenbach der Zukunft ist eine ökologische, weitgehend regional versorgte Stadt. Wir wollen eine ökologische Wende in der Verkehrspolitik, in einem Verbundnetz aus öffentlichen Transportmitteln, Fahrrädern und alternativen Antrieben. Zum Schutz des Klimas und der natürlichen Lebensgrundlagen müssen wir den Energieverbrauch durch Energieeinsparung und Energieeffizienz deutlich reduzieren. Dafür ist es erforderlich, die Energieerzeugung schrittweise zu 100% auf erneuerbare Quellen umzustellen.Klimaschutz ist für uns Grüne nicht nur Verantwortung für künftige Generationen, sondern beinhaltet die Chance auf mehr Lebensqualität durch nachhaltigeres Handeln und Wirtschaften. Wir fördern nachhaltiges und energieeffizientes Wirtschaften und sichern damit zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des Dietzenbacher Wirtschaftsstandorts. Wir setzen uns dafür ein, dass klein- und mittelständische Unternehmen sowie das Handwerk in Dietzenbach gute Rahmenbedingungen vorfinden. Die Stärkung regionaler Handwerks- und Wirtschaftsbetriebe ist eine notwendige Ergänzung der Globalisierung, da sie die Stabilität von Wirtschaft und Beschäftigung vor Ort erhöht.

Wohnungsbau / sozialer Wohnungsbau

Wohnraum in der Rhein-Main Region ist knapp. Bei Neubauten werden oft nur noch hochpreisige Häuser oder Wohnanlagen errichtet. Gerade in den letzten Jahren hat sich dadurch unser Stadtbild in einigen Stadtteilen gravierend verändert. Bezahlbarer Wohnraum steht für Junge und Alte immer seltener zur Verfügung. In unserem Gesamtkonzept wollen wir den sozialen (Miet-)Wohnungsbau einführen und bezahlbaren Wohnraum schaffen. Dafür muss die Kreisstadt Dietzenbach neue Konzepte entwickeln und in der interkommunale Zusammenarbeit mit Wohnungsgesellschaften sowie dem Land Hessen nach umsetzbaren Lösungen suchen.