Flughafen Frankfurt: Beschlüssen des Luftverkehrsgipfels müssen schnell Taten folgen

Aus Sicht der GRÜNEN im Landtag hat der Hamburger Luftfahrtgipfels wichtige Beschlüsse gefasst, denen nun dringend Taten folgen müssen, um die Verspätungen insbesondere nach 23 Uhr am Frankfurter Flughafen zu reduzieren. „Das Papier, auf das Politik, Luftverkehrswirtschaft und Flugsicherungen sich verständigt haben, enthält die richtigen Zusagen. So haben die Fluglinien zugesagt, die Flugpläne zu entzerren und gegen verspätungsanfällige Flüge vorzugehen“, erklärt Jürgen Frömmrich, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Das ist dringend nötig, denn das Nachtflugverbot zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner ist ein zentraler Bestandteil des Planfeststellungsbeschlusses, mit dem der Frankfurter Flughafen erweitert wurde. Wir GRÜNE waren immer gegen diese Erweiterung; umso wichtiger ist uns die Einhaltung der Bedingungen, unter der sie genehmigt wurden.“ Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (GRÜNE) hatte an dem Gipfel in Hamburg teilgenommen.

„Viele der Beschlüsse gehen aus unserer Sicht in die richtige Richtung“, so Frömmrich weiter. „So sollen Entgeltordnungen es für die Airlines teurer machen, in der Nacht zu fliegen, und es soll mehr Fluglotsen geben, um die Abwicklung des Verkehrs zu erleichtern. Zunächst lobenswert ist auch das Bekenntnis der Bundesregierung, sich ,weiter‘ für eine Verlagerung innerdeutscher Flüge auf die Bahn einzusetzen. Bisher ist von diesem Einsatz allerdings noch nicht viel zu bemerken. Wir erwarten vom Bund, dass er seinen Einfluss bei der Deutschen Bahn geltend macht und auch bei seinen eigenen Investitionen berücksichtigt, dass die Schienen-Infrastruktur deutlich besser ausgebaut wird und vor allem die Flughäfen besser angebunden werden, damit der Umstieg vom Langstreckenflieger aus dem Urlaub in den Zug für den restlichen Weg nach Hause bequem möglich ist.“

Hessen hatte bereits zuvor einen 7-Punkte-Plan für mehr Nachtruhe am Frankfurter Flughafen vorgelegt, der neben höheren Bußgeldern und höheren Landegebühren nach 23 Uhr auch mehr Personal für die Deutsche Flugsicherung und eine Neuorganisation der Sicherheitskontrollen vorsieht.

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