Bericht des Weltklimarats: Nur mutige Schritte für Klimaschutz verhindern Katastrophen

Der neue Bericht des Weltklimarats IPCC zeigt aus Sicht der hessischen GRÜNEN, wie dringend nötig mutige Schritte für mehr Klimaschutz sind. „Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, dass schon bei einer noch längst nicht erreichten Begrenzung der Erdüberhitzung auf zwei Grad Millionen Menschen in den Küstenregionen unter Überschwemmungen leiden, für unsere Ökosysteme unentbehrliche Korallenriffe unwiederbringlich verloren gehen und extreme Wetterlagen mit katastrophalen Folgeschäden drastisch zunehmen werden“, erklären Priska Hinz und Tarek Al-Wazir, Spitzenkandidatin und Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 28. Oktober. „In Deutschland haben wir mit dem Dürresommer ein Warnsignal erlebt, dessen Folgen für Land- und Forstwirtschaft noch unabsehbar sind. Jetzt nicht beherzt zu handeln ist grob fahrlässig – wir brauchen den Ausstieg aus der schmutzigen Kohle, wir brauchen die Verkehrswende hin zu klimafreundlicher Mobilität, und wir brauchen eine Landwirtschaft, die mehr Rücksicht auf das Klima nimmt.“ 

Beim Klimagipfel von Paris hatten sich die Staaten auf eine Begrenzung der Erderhitzung auf „deutlich unter zwei Grad“ verpflichtet. „Der Klimarat belegt wissenschaftlich, dass 1,5 Grad das Maximum dessen sind, was die Welt ohne katastrophale Folgen verträgt, und er zeigt auch, dass dieses Ziel erreichbar ist, wenn wir konsequent umsteuern“, so Hinz und Al-Wazir weiter. „Die Bundesregierung aber bleibt untätig. Mit dem, was sie bisher vorgelegt hat, kann sie nicht einmal die völkerrechtlich verbindlichen Zusagen von Paris einhalten. Auch deshalb fordern wir gemeinsam mit der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Aufnahme einer CO2-Bremse ins Grundgesetz. Klimaschutz darf nicht länger davon abhängig sein, ob eine Bundesregierung gerade Interesse daran hat oder nicht.“

„Für Hessen haben wir uns mit dem Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025 auf den Weg gemacht, den Ausstoß klimaschädlicher Gase bis 2025 um 40 Prozent zu verringern; 2050 soll Hessen klimaneutral sein. Dafür haben wir bereits 140 konkrete Schritte in Bereichen wie Energie, Verkehr, Wirtschaft, Landwirtschaft und Wohnen auf den Weg gebracht. Den Klimaschutzplan wollen wir nach der Wahl weiterentwickeln. Die Aufnahme der CO2-Bremse ins Grundgesetz wäre dafür eine wichtige Unterstützung. Wir werden sie daher auch nach der Landtagswahl unterstützen und die Zustimmung Hessens zum Gegenstand möglicher Koalitionsgespräche machen.“

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