Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt: Hessen wird bunter

Die GRÜNEN im Landtag freuen sich über den Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt, der heute vom Bevollmächtigten der Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel (GRÜNE), vorgestellt wurde. „Erstmals legt eine hessische Landesregierung einen solchen Plan vor – Hessen fördert so die freie Entfaltung der Persönlichkeit des oder der Einzelnen und setzt sich mit konkreten Maßnahmen für ein offenes, diskriminierungsfreies und wertschätzendes Leben aller Menschen in Hessen ein“, erklärt Kai Klose, Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für Lesben- und Schwulenpolitik. „Der Aktionsplan hat den Charakter einer Selbstverpflichtung der Landesregierung und enthält zahlreiche Maßnahmen, die die Akzeptanz der Vielfalt geschlechtlicher Identitäten und sexueller Orientierungen fördern, Respekt vor der Unterschiedlichkeit vermitteln und bestehende Diskriminierungen abbauen.“

„Der Aktionsplan wurde in den zurückliegenden knapp drei Jahren wie im Koalitionsvertrag vereinbart gemeinsam mit den Selbstvertretungsorganisationen für LSBTT*I erarbeitet und vom Kabinett beschlossen. Wir danken allen, die sich in vielen Stunden Arbeit eingebracht haben“, so Klose. „In ganz Hessen werden wir dazu beitragen, dass Vielfalt zur Selbstverständlichkeit wird. Dafür stellen wir Informationsmaterial für Multiplikatoren zur Verfügung, werben für Diversity in den Unternehmen, achten in der Altenpflegeausbildung auf entsprechende Fortbildungen, sensibilisieren in Schulen und der freien Jugendarbeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, indem zum Beispiel Lehrkräfte im Umgang mit Belangen von LSBT*IQ-Menschen beraten werden, und haben mit der Antidiskriminierungsstelle auf Landesebene eine Institution geschaffen, um weiter gegen Diskriminierung und Ausgrenzung in Alltag und Berufswelt zu arbeiten.“

Mit dem Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt setzt die Landesregierung eine weitere Vereinbarung des Koalitionsvertrags von CDU und GRÜNEN um. Für Projektförderungen stehen im Haushalt 500.000 Euro bereit. Damit sollen Kommunen und zivilgesellschaftliche Initiativen in ihrer Arbeit zu Akzeptanz und Vielfalt unterstützt werden.

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