Bundesprogramm für Gewässer: „Blaues Band“ der naturnahen Flüsse zieht sich auch durch Hessen

„Hessen geht mit guten Beispielen voran – auch bei der Gewässerrenaturierung“, freut sich Ursula Hammann, naturschutzpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag. Denn für das gerade beschlossene Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ seien zwei Flussgebiete aus Hessen ausgewählt worden: Das Renaturierungs-projekt der Kühkopf-Knoblochsaue am Rhein wurde als eines von fünf Modellprojekten ausgewählt, das integrierte EU-LIFE-Projekt ‚LiLa Living Lahn‘ wird als Pilot-Projekt aufgeführt. „Gewässerschutz kann auch auf aktiv genutzten Schifffahrtsstraßen umgesetzt werden – wie die Beispiele aus Hessen gut demonstrieren. Es freut mich, dass mit Bundesmitteln daran gearbeitet werden kann, die Wasserstraßen wieder naturnaher zu gestalten. Das ist der richtige Weg, denn wir müssen der Natur wieder mehr Raum geben“, betont Hammann.

Eine ökologisch wichtige Form der Uferlandschaften entlang von Bächen und Flüssen seien beispielsweise Auengebiete. „Diese müssen erhalten und wieder renaturiert werden, denn sie beherbergen eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten und dienen dem Hochwasserschutz. In Auen kann sich das Wasser ausbreiten und wieder zurückziehen. Sie helfen, bei Hochwasser die Wasserstände zu verringern und damit Überschwemmungen zu vermeiden“, erläutert Hammann.

Hintergrund

Mit dem Programm „Blaues Band Deutschland“ möchte der Bund mehr Geld für den Schutz und die Renaturierung von Flüssen und Auen zur Verfügung stellen. In den kommenden Jahren sollen deutschlandweit jährlich 50 Millionen Euro investiert werden. Das „Blaue Band“ symbolisiert die Flüsse im Wasserstraßennetz von Deutschland.

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